• Marco Papajewski

Zu Besuch bei den Sorben - Paddeln im Spreewald

Es gibt sie noch, die wenigen unberührten Flecken Erde; diese wenige Ecken, die noch so natürlich wirken, wie sie es auch vor Jahrhunderten gewesen sein müssen. Nach dem ich in den letzten Monaten quer durch Deutschland reiste, war es mal wieder Zeit für einen Ausflug vor der eigenen Haustür.Eine gute Autostunde südlich von Berlin liegt der Spreewald, der nicht nur, aber wohl auch wegen seiner Gurken berühmt geworden ist. Mehr als die Gurken hat mich dann doch die wunderschöne Natur interessiert. Vom 5.000-Einwohner-Städtchen Burg ging es in einem kleinen roten Kanu für einige Stunden die vielen kleinen Nebenflüsse der Spree rauf und runter. Vorbei ging es an mittelalterlichen Häuser und den ebenso berühmten Kähnen, die Touristen durch eine der schönsten und ältesten Kulturecken Deutschlands führen.


Neben den Sorben, die den Touristen ihre Heimat zeigen, finden sich vor allem auch viele Tiere an den Ufern. Und als wenn man gar nicht da wäre, ist man schon fast auf Du mit der einen oder anderen Kuh, die am Ufer weidet. Nicht auf die Kamera geschafft haben es eine Wasserschlage und ein Fischreiher, die sich jedoch kaum von der Anwesenheit des Kanus stören ließen. Schön zu sehen, dass es doch fortschreitender Globalisierung und Zerstörung der Natur noch einige wenige Flecken gibt, wo die Natur Natur sein darf.


Als Ausflugsziel ist der Spreewald definitiv zu empfehlen. Auch sollte man Zeit und vielleicht eine trockene Hose mitbringen, denn gerade ungeübte Paddler werden den Ausflug nicht ganz trocken überleben. Doch wer Glück hat mit dem Wetter und nicht aus Zucker, dem wird ein wenig Dreck und Wasser nichts ausmachen.Auf jeden Fall sollte man ein wenig Muskelkraft mitbringen, denn nicht nur das kräftige Paddeln macht sich nach einer gewissen Zeit bemerkbar, auch müssen die Schleusen selbstständig betätigt werden. Mit etwas Glück schleust man hier sogar noch das eine oder andere Kanu mit und bekommt als Belohnung eine Mark fürs Portemonnaie.



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