• Marco Papajewski

Zakopane und ein Ausflug in die Slowakei

Aktualisiert: 8. Mai 2019

Eigentlich zählen Sonne, Strand oder zumindest warme Temperaturen zu meinen bevorzugten Eigenschaften, die ein Urlaub mit sich bringen sollte. Seit diesem Winter dürfen es aber gerne auch Schnee und eisige Winde sein, denn die Reise nach Zakopane (Polen) wird zu den Reisen zählen, die mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben werden.


Zu den Highlights zählte gleich zu Beginn der bevorstehende Jahreswechsel, denn im größten Wintersportzentrum des Landes fand zu dem auch eine der größten Feiern unseren osteuropäischen Nachbarlandes statt. Das mit 30.000 Einwohnern ohnehin schon nicht kleine Städtchen war rund um den Jahreswechsel übervölkert von Touristen, was den Aufenthalt im Ort nicht immer angenehm gestaltete, es für mich als Fotograf aber umso aufregender machte, den richtigen Moment in einem tollen Silvesterbild festzuhalten.


Neben den Feierlichkeiten rund um den Jahreswechsel und einer Menge Essen und Trinken, für das sich zumindest in Zakopane kein Restaurant versteckem brauch, stand vor allem aber das Skifahren und Snowboarden im Vordergrund. Einen Berg, den ich während meines einwöchigen Urlaubs sogar zwei Mal besuchen konnte, war der Kasprowy Wierch. Dieser zählt mit seinen 1.987 Metern zwar nicht zu den höchsten Bergen Polens, ist auf Grund seiner tollen Aussicht aber mehr als nur eine Reise wert. Nach dem ich bei der ersten Auffahrt noch mit Nebel und Regen zu kämpfen hatte, zeigte sich mir der vierthöchste Gipfel der Westtatra am letzten Urlaubstag in seiner vollen Pracht. Einfach eine wahnsinnige Aussicht.


Zu einem der Highlights rund um Zakopane zählte auch Morskie Oko. Der flächenmäßig größte See der Hohen Tatra, der im deutschen auch als Meerauge bekannt ist, wurde 2014 vom Wallstreet Journal zu einem der schönsten Seen der Welt gekürt. Berühmt ist er vor allem im Sommer für sein klares Wasser, was einen weit in den See hinein blicken lässt. Auch wenn es mich im Winter an den See verschlug, so ergab sich mit dem Rysy ein atemberaubendes Panorama. Der Rysy ist mit 2.499 Metern der höchste Berg Polens und liegt im Grenzgebiet zur Slowakei.


Abgerundet wurde die leider viel zu kurze Reise durch einen Trip in die benachbarte Slowakei. Direkt an der Grenze liegt das Skigebiet und der 2.000 Seelen große Ort Tatranská Lomnica. Von hier ging es auf die Lomnitzer Spitze bzw. eine der vielen Zwischenstationen, die zur Abfahrt auf Ski oder Snowboard einladen. Zu gerne wäre ich auch auf den 2.632 Meter hohen Berg gefahren. Bekanntlich kann man im Leben jedoch nicht alles haben, denn auf der einen Seite stand leider die fehlende Aussicht auf dem Gipfel, aber natürlich auch mein Snowboard im Weg. Von selbigen hatte man jedoch eine kilometerweite Aussicht ins weite Tal und das leider viel zu grüne Land. Allen in allem auf jeden Fall ein feiner Kompromiss an deren Ende ich es durchaus verschmerzen kann, nicht den Gipfel gestürmt zu haben.


Insgesamt bleiben viele tolle Erinnerungen und einige richtig tolle Bilder. Zakopane und auch die benachbarte Slowakei sind auf jeden Fall eine Reise wert, wenn gleich es mich wohl zeitnah nicht noch einmal in die südliche Ecke Polens verschlagen wird. Wenngleich in dieser Gegend noch viele tolle Naturhighlights auf einen warten, so liegt mein osteuropäisches Interesse eher im Baltikum rund um Estland, Lettland und Litauen. für 2018 war dies jedoch ein sehr gelungener Start.



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