• Marco Papajewski

Schnee im Harz und eine Hängepartie an der Bode

Als Berliner ist man ja nicht gerade verwöhnt mit Meeren oder Bergen. Zu beidem muss man schon ein wenig reisen, wenn man etwas erleben möchte. Der nächstgelegene und zudem auch höchste Berg im Norden der Republik ist der Brocken mitten im Naturschutzgebiet Harz. Während es mich im Sommer oft zum Mountanbiken in die weiten Wälder verschlägt, sollten es diesmal winterlich verschneite Eindrücke rund um die bekannte Brockenbahn sein.


Auch, wenn das Wetter nicht so wirklich mitspielte, ist es doch immer an einem selbst etwas aus dem Tag zu gestalten und so ging vor der Fahrt auf den etwas über 1.100 Meter großen Hügel zur Rappbodetalsperre. Selbige ist seit dem Sommer um eine Attraktion reicher. Mit Harzdrenalin können die Besucher nicht nur über eine große lange Hängebrücke wandern, sondern sich auch einige hundert Meter tief in den Abgrund stürzen. Zumindest letzteres war an diesem Tag jedoch nicht von meinem Interesse. Ein Gang über die 483 Meter lange Hängebrücke aber schon. Schade nur, dass die weiße Winterpracht auf dieser Höhenlage noch nicht bereit für seine Jahreszeit war.


Von Schierke, der letzten Haltestelle vor dem Brocken, ging es dann mit der Harzer Schmalspurbahn dem Gipfel entgegen. Während die Auffahrt nach oben jedes Mal aufs Neue aufregend und von vielen tollen Eindrücken geprägt ist, war die Sicht vom Brocken selber eher enttäuschend, denn die Sichtweise betrug keine 10 Meter. Aber, es ist ja am Ende an einem selbst etwas vernünftiges aus dem Tag zu machen und so ging es zumindest am Abend noch nach Wernigerode auf den Weihnachtsmarkt.



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