• Marco Papajewski

Museum für Kommunikation

Der Herbst hat Einzug gehalten in der Hauptstadt. Zeit für mich, die Fotografie zumindest in Teilen wieder nach innen zu verlegen. Zum Glück hat Berlin hier ja nicht nur auf Grund seiner langen Geschichte einiges zu bieten. Und nach dem ich vor einigen Wochen schon im Roten Rathaus und auch im Amtsgericht Moabit aus dem Staunen nicht mehr herauskam, nahm ich mir diesmal ein leider recht unbekanntes Berliner Gebäude vor. So liegt in der Innenstadt, unweit zwischen Friedrichstraße und Potsdamer Platz das Museum für Kommunikation.

Das ehemals, als Reichspostmuseum entworfene Gebäude, ist heute ein Ort, an dem Exponate aus aller Welt rund um das Thema Kommunikation ausgestellt sind. Angefangen von Trommeln aus Zeiten, in denen an Briefe schreiben und Telefonieren noch nicht zu denken war, bis hin zu Botschaften, die sich heutzutage durch bloße Gestensteuerung verschicken lassen. Auf insgesamt vier Etagen lädt das Museum zum Erkunden und Entdecken ein.

Das Reichspostmuseum wurde 1872 durch den ehemaligen Reichpostminister Heinrich von Stephan gegründet. Seinerzeit war es eines der ersten Technikmuseen der Welt und hatte schon damals den Auftrag rund um das immer wichtiger werdende Verkehrswesen zu informieren. Architekt des Gebäudes war Carl Schwatlo, der nicht zuletzt auch das berühmte Postfuhramt an der Oranienburger Straße bauen ließ. Wie so viele Bauten in Berlin erlitt auch das heutige Museum während des zweiten Weltkrieges schwere Beschädigungen an der Fassade und brannte innendrin teilweise bis auf die Grundmauern nieder.

Glücklicherweise wussten auch die Verantwortlichen in der DDR um die Schönheit des Gebäudes und ließen es Mitte der 60er Jahre zumindest teilweise wieder errichten. Erst als Berlin auf seinen 750. Geburtstag zusteuerte, entschied man sich im Politbüro der SED das Gebäude vollständig wieder auf zu bauen.

Nach der Wiedervereinigung wurde es 1992 umfangreichen Restauration unterzogen und feierte im Jahr 2000 große Wiedereröffnung.

Zu den eindrucksvollsten Exponaten gehört eine blaue Mauritius-Briefmarke, sowie eine Postkutsche des Künstlers Stefan Sous, die von der Decke abgehangen in ihre Einzelteile zerlegt ist.

Neben einer großen und umfangreichen Dauerausstellung rund um das Thema Kommunikation finden im Museum in regelmäßigen Abständen auch kleine Ausstellungen statt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Museum_f%C3%BCr_Kommunikation_Berlin https://www.mfk-berlin.de/

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