• Marco Papajewski

Die alte Papierwerk in Hohenofen

Die industrielle Geschichte der alten Fabrik reicht mehr als 350 Jahre zurück. Mitte des 17. Jahrhunderts erwarb der hissige Prinz mehrere Länderein rund um das Örtchen Hohenofen (bei Neustadt) und baute eine alte Saigerhütte, einen Betrieb, mit dem Eisenerze verhüttet wurden. Neben dem Hochofen und den zugehörigen Werksgebäuden benötigte man auch einen eigenen Gewässeranschluss. Also wurde prompt ein Kanal ausgebaut, auf dem eine zu diesem Zeitpunkt sehr moderne Schifffahrt möglich war.


Als sich Mitte des 18. Jahrhunderts die Eisenvorräte dem Ende neigten, stellte die Produktion auf Silbererz um. Da die Produktion aber zunehmend unrentabel wurde, nicht zuletzt, weil die entsprechenden Rohstoffe aus den Mittelgebirgen angeliefert werden mussten, verkaufte der damalige Besitzer die gesamte Fabrik im Jahr 1834 an die Preußischen Staatsbank.


Mitte des 19. Jahrhunderts wurde aus dem alten Hüttenwerk nun eine moderne Papierfabrik, bei der man noch zunächst noch aus alten Lumpen traditionell Papier herstellte. Daher auch der heutige Begriff der Lumpensammler. Da jedoch Papier irgendwann nicht mehr aus Lumpen, sondern aus pflanzlichen Fasern, wie z.B. Holz hergestellt wurde, war auch die Geschichte irgendwann zu Ende erzählt.


Die bis dato letzte Geschichte der Papierherstellung wurde mit des 20. Jahrhunderts während der deutschen Teilung erzählt. Als Staatsbetrieb der DDR wurden hier transoarente Zeichen- und Spezialpapiere hergestellt, bis am Ende sogar bis nach Lateinamerika exportiert wurden.


Fotografisch zeichnen vor allem die alten Maschinen den Ort zwischen Berlin und Hamburg aus. Rostige Räder, alte Wendetreppen oder guterhaltene Wannen, in denen aus Lumpen Papier hergestellt wurden, bieten ein einmalige Ambiente zum Fotografieren. Als Geheimtipp empfiehlt es sich hier sogar mit Rauchkerzen zu arbeiten, den Maschinen etwas Leben einhauchen.


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