• Marco Papajewski

Das alte Stadtbad Leipzig

Die schönsten Orte sind ja meist die, an denen man nichts als Ruinen vermutet und so wirkt auch das alte Stadtbad in der Nähe des Leipziger Hauptbahnhofes absolut unscheinbar. Ist von außen lediglich der eine oder andere Vorschlag zu sehen, so entdeckt man von innen an einigen wenigen Stellen noch die besondere Geschichte, die dieses Bad hinter sich hat.


Während die Stadt Leipzig zu Beginn des 20. Jahrhunderts lediglich einige kleine private Wannen und Schwimmbecken betrieb, war der Bau des Stadtbades nach Entwürfen des Architekten Mathieu Molitor durchaus revolutionär für damalige Zeiten. Nach vier Jahren Bauzeit wurde das Bad 1916, damals noch als Nordbad bezeichnet, in Betrieb genommen. Es umfasste zwei große Schwimmbecken und mehrere Saunen, die jedoch noch einer strikten Geschlechtertrennung unterlagen.


Leider wurde ein Teil des Schwimmbades während des zweiten Weltkrieges zerstört und erst Mitte der 80er-Jahre umfangreich saniert. Trotz historischem Wiederaufbau schloss das Bad im Jahr 2004 auf Grund baulicher Mängel. Mit Hilfe einiger Konjunkturpakete während der Finanzkrise konnte so unter anderem die Dachkonstruktion erneuert werden. Seit dem wird das historische Bad noch als Foto- und Eventlocation erhalten.


Als Fotopoint sind hier vor allem die vielen historisch erhaltenen Gemäuer und Ornamente interessant. Auch, wenn nur einige wenige Räume noch in einem Zustand sind, der für Fotoromantiker interessant ist, spielt hier auf jeden Fall die Liebe zum Detail eine nicht unerhebliche Rolle.



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